Geschichte

Der alte Friedhof Olleroh (oder „Marten-Nord“) am nördlichen Rand von Dortmund-Marten wurde bereits am 04.09.1980 auf Beschluss des Rats der Stadt Dortmund außer Dienst gestellt. Die letzte Bestattung hatte 1979 stattgefunden.

Auch fast vierzig Jahre nach der Außerdienststellung gibt es heute auf dem ehemaligen Friedhof noch eine Reihe von Gräbern, hauptsächlich von bedeutenden Martener Familien. Auch ein Denkmal für die beim Grubenunglück der Zeche Zollern im Mai 1898 verunglückten Bergleute gibt es hier, sowie noch mehrere Kriegsgrabmale.

Es heißt, dass der Friedhof einst eingeebnet werden werden sollte, was Proteste der Martener Bevölkerung nach sich zog. Angeblich wurde der Friedhof gerettet, weil ein Privatmann das Grundstück kaufte. Ob das Tatsachen entspricht, kann ich nicht sagen, scheint mir aber eher unwahrscheinlich.

1996 wurde das das Gebiet zum Landschaftsschutzgebiet Marten-Olleroh erklärt (WDPA-ID 555561111), ursprünglich mit einer Fläche von 46,66 ha. Es umfasst heute nicht nur den Olleroh-Friedhof und den angrenzenden Wald, sondern auch Flächen östlich der A45, insgesamt 58,55 ha, vergleiche hierzu auch den Eintrag auf World Database on Protected Areas.

In seiner Sitzung vom 15.02.2007 hat der Rat der Stadt Dortmund auf Bitten der Bezirksvertretung Lütgendortmund die Entwidmung des ehemaligen Friedhofs beschlossen. Nicht entwidmet wurde das ca. 200 m² große Areal der Kriegsgräber, da §2 des Gräbergesetzes ein dauerhaftes Ruherecht für die Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft vorsieht.

2008 bis 2010 wurde das Gelände des ehemaligen Friedhofs und des angrenzenden Wäldchens mit Mitteln der Bezirksvertretung Lütgendortmund neu gestaltet, mit dem Ziel, aus dem Wäldchen einen abwechslungsreichen Waldpark zu machen. Wege wurden saniert und einige neue Wege angelegt, um die benachbarten Wohngebiete besser anzubinden. Nicht mehr erhaltenswerte Grabeinfassungen wurden entfernt, einige Gehölze auf den ehemaligen Grabflächen wurden gerodet und so weitere Lichtungen geschaffen.