Grabmal unbekannter Bergleute

Am südöstlichen Rand des ehemaligen Friedhofs, ungefähr 100 m rechts von den Kriegsgräbern, findet sich ein imposantes, leider schlecht erhaltenes Grabmal.

Grabmal für unbekannte Bergleute

Am Kopf des Grabmals erkennt man deutlich Schlägel und Eisen, die eindeutig darauf hindeuten, dass es sich um ein Grabmal für Bergleute handelt.

Leider sind keine weiteren Inschriften erkennbar, die weitere Rückschlüsse auf die hier Begrabenen zulassen würden.

In den „Martener Friedhofs-Geschichten“ in der Ausgabe 5 des „Hexenboten“, schreibt Birgit Miron: „Man hat allerdings die Inschriften mit einer Art Mörtel überschmiert, so, dass man nicht mehr erkennen kann, wer dort begraben liegt.“

Meine Interpretation ist eine andere: Für mich sieht es so aus, als ob in den Vertiefungen ursprünglich Schrifttafeln eingeklebt waren, die sich im Laufe der Zeit gelöst haben und einfach abgefallen sind.

Auf Grund der Größe würde ich sogar vermuten, dass es sich hier, ähnlich dem Grubenunglück-Denkmal, um eine Gedenkstätte für die Opfer eines Bergbau-Unglücks handelt, das möglicherweise von der Bergbaugesellschaft finanziert wurde. Dies könnte auch die Größe und die aufwändigere Gestaltung (vielleicht waren die ehemals eingelassenen Schrifttafeln aus Marmor) erklären.

Frau Miron schrieb im Hexenboten weiter: „Erst kürzlich bemerkte ich, dass man erneut mit Zement oder Mörtel an dem Stein gearbeitet hat.“ Auch das scheint mir unwahrscheinlich. Ich denke eher, dass der zum Kleben verwendete Mörtel immer weiter verwittert und abfällt, sodass er heute anders aussieht als noch vor einer Weile. Frau Mirons Schlussfolgerung „Wer weiß, welche schlechten Menschen dort bestattet sind, die vergessen werden sollen“ scheint mir dann auch entsprechend weit hergeholt.

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